Anita Klahn: "Nicht nur reden, sondern handeln!"

„Wir müssen dringend  mehr tun, um Pflegeberufe attraktiv zu machen“, stellte Anita Klahn, FDP-Landtagsabgeordnete und Direktkandidatin im Wahlkreis Stormarn-Nord vor gut 150 Besucherinnen und Besucher einer Podiumsdiskussion klar. Zu dieser hatte der Sozialverband Deutschland (SoVD) in die Halle 400 in Kiel geladen und gemeinsam mit dem Kinderschutzbund die Frage: „Wie stellen wir uns ein soziales Schleswig-Holstein vor“ an alle Parteivertreter gerichtet.

„Die Freien Demokraten setzen sich unter anderem für Generationenübergreifende Projekte ein“, erläutert Klahn die Bedeutung der familiären Unterstützung. „Demenz wird endlich in den Pflegestufen anerkannt, aber die bürokratischen Hürden, um eine Anerkennung zu erhalten, sollten abgebaut werden.“ Für ein würdevolles Leben im Alter sei zudem auch eine bezahlbare Miete zwingend notwendig. „Altersarmut muss verhindert werden!“ Vor allem Frauen seien nach wie vor hiervon stark betroffen – gebrochene Erwerbszeiten und Mini-Jobs seien vielfach der Auslöser dafür. „Wir wollen etwas für Familien tun. Deshalb beginnt unserer Ansatz damit, dass wir Familien entlasten, zum Beispiel die Elternbeiträge für den Kitabesuch im ersten Schritt auf 200 Euro für U3 und auf 150 Euro für Ü3 deckeln, und auf lange Sicht abschaffen. Eine Kindergrundsicherung können wir uns vorstellen."

Einen großen Raum nahm die Frage nach bezahlbarem Wohnraum in der Diskussion ein. Die sozialpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion Anita Klahn stellte heraus, dass weder Mietpreisbremse noch kommunale Wohnungsbaugesellschaften die Ursachen beheben können. Entscheidend sei die Landespolitik, die mit einer intelligenten Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik Alternativen zu den Ballungsräumen schaffen könne. Damit Eigentumserwerb auch für mittlere und geringe Verdiener realisierbar sei, fordern die Liberalen, die Grunderwerbssteuer beim erstmaligen Erwerb für eine selbstgenutzte bis maximal 500.000 Euro ganz abzuschaffen. „Eine weitere Erhöhung der Grunderwerbssteuer lehnen wir ab“, machte Klahn deutlich.

Mehr zum Wahlprogramm und den Zielen der Freien Demokraten sowie weitere Termine.